Samstag, 30. April 2016

Nie wieder, niemals!!!

Die reichlich 80jähre Nachbarin meiner Mutter hatte mir sehr gut abgelagerte Stoffe geschenkt. Letztens kam sie dann auf mich zu - ob ich für ihre Biegepuppen Kleidung nähen könnte. "Kevin" (ja, die Puppen haben Namen) und seine Trulla sollten Hose, Hemd, Kleid bekommen. Hätte ich da nicht schon laut "stopp" geschrien, die Liste wäre sicher noch viel länger geworden.
Ich mochte dann nicht ablehnen und habe mich breitschlagen lassen. Gerade ich, die schon als Kind nichts mit Puppen anfangen konnte. Für mich war damals schon Papier, Werkzeug, Werkstatt meines Vaters vieeeel interessanter.
Nun denn, die Puppen durfte ich nicht mitnehmen. Aber je ein Muster der Kleidungsstücke wurden mir schweren Herzens anvertraut. Ohne Modell ist das aber ganz schon doof zu nähen. Vorab habe ich versucht einen Schnitt zu erstellen. Aber in Daumengröße und ohne die Muster auftrennen zu können, ist das verdammt schwierig. So sah die erste Hose auch sehr unförmig aus. Das Kleid und das Hemd waren tragbar. Das sind die weißen Kleidungsstücke. Als Nachthemd geht das "Kleid" wohl durch, auch wenn das Bindeband schief angesetzt ist. "Trulla" (ich kenne den Namen der weiblichen Puppe nicht) soll sich mal nicht beschweren, schließlich habe ich ihr noch zwei Blümchenkleider genäht.
"Kevin" hat dann noch ein geblümtes Hemd (das erste Probehemd ist auch tragbar) und zwei Hosen bekommen.
Allein an den Druckknöpfen (Minigröße) und den Hosenträgern habe ich eine Stunde zum Annähen gesessen. Insgesamt habe ich an die 10 Stunden für die Garderobe (inkl. Schnittmuster und Müllexemplaren) gesessen.
Fazit: Das brauche ich nicht wieder, niemals, nie, nie, niemals.
Ich habe mal als Maßstab ein Feuerzeug danebengelegt. Das ist ein ganz normales Feuerzeug aus einer Dreierpackung von Aldi. Ihr seht, Daumengröße ist bei den Hemden wirklich nicht übertrieben. Als Armlöcher habe ich Knopflöcher mit der Nähmaschine genäht. 




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